Klangerlebnis besticht

Tangomesse im Franziskaner Konzerthaus

Ein besonderes Klangerlebnis wurde den Besuchern im vollbesetzten Franziskaner Konzerthaus mit der Tangomesse "Misa a Buenos Aires" geboten. Aufgeführt wurde sie vom Chor der Schwenninger Rudolf-Steiner-Schule unter Leitung von Peter Eisenschmidt und dem Cuarteto Rotterdam.
Eingestimmt auf den ungewöhnlichen südamerikanischen Konzertabend wurden die Besucher durch den Chor der Schule mit sechs südamerikanischen Chorsätzen, vom Publikum begeistert applaudiert.
In die für Kirchenmusik ungewöhnliche instrumentale Begleitung führte anschließend das Cuarteto Rotterdam ein. Diese klassische Formation des Quartetts mit Bandoneón (Michael Dolak), Violine (Cordula Welsch), Piano (Judy Ruks) und Kontrabass (Tino Scholz) sorgte für ein einmaliges Klangerlebnis, das alle Stilrichtungen des Tangos zwischen Tradition und Moderne miteinander verband. Das kleine Tangoorchester zauberte mit seiner Erfahrung, Kreativität und Fantasie eine Tangowelt für jegliche Art von Emotionen auf die Bühne. Noch verstärkt wurden diese musikalischen Stimmungen und Gefühle durch das Tanzpaar Lucia Nuss und Ariel Gutierrez, das mit größtmöglicher Authentizität und Qualität bestach und Tango direkt erfahrbar machte.
Die "Misa a Buenos Aires" ist eine Komposition des Argentiniers Martin Palmeri. Inspiriert durch die kunstvollen Tangokompositionen von Astor Piazzolla schuf er ein Werk, das eindrucksvoll die lateinische Messe mit stilistischen Merkmalen des Tangos verbindet. Melodieführung, Harmonik und die typischen rhythmischen Strukturen schufen eine Assoziation zu Südamerika mit seiner besonderen Musikkultur. Das Publikum spendete den Künstlern stehende Ovationen.

Schwarzwälder Bote, 31.03.2009

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